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Dienstag, September 22, 2015

Gedanken und Vorurteile - Imaginacion y prejuicio


Wahrscheinlich beneiden uns gerade einige da draußen für dieses wunderbare Fleckchen Erde an dem wir uns gerade befinden dürfen.
Um ehrlich zu sein hatte ich bis vor einigen Tagen ein eher angespanntes Verhältnis zu diesem Ort, der mir bis dahin nichts weiter beschert hatte außer nervige Ex-Freundinnen und andere Frauengeschichten die mich nicht wirklich interessierten. 
So ging das Kopfkino also schon los bevor wir uns eigentlich auf den Weg gemacht hatten. Zwei Wochen Andalusien, zwei Wochen Sonne, Meer, schnuckelige kleine Städtchen, spannende Menschen und grandiose Supermärkte, über die ich später noch mal berichten werden, und ich war schon wieder behaftet von diesen Dingen, diesen kleinen oder auch mal etwas größeren Gedanken die sich einfach so ohne zu fragen einschlichen.

2500km später, einer kurzen Nacht in Barcelona, einem dringenden Bedürfnis nach einer Dusche und zwei Männern im Gepäck stehe ich nun auf diesem traumhaften Platz, umgeben von einzigartigen Pflanzen, inmitten von Zitronenbäumen und bin überwältigt von diesem Fleck, der so viele Überraschungen birgt. 
Wir haben noch einen ganzen Tag für uns bevor 11 Yoga&Ayurveda begeisterte den Weg zu uns finden werden. In dieser Zeit genießen wir die Ruhe der Finca, die uns gerade ganz alleine gehört und erobern die kleinen umliegenden Städtchen. Ganz besonders angetan hat es mir Vejer, ein kleines Dorf mit seinen typischen weisen Häusern welche auf einem Berg schon so in der Sonne leuchten und einen förmlich anziehen. Die kleinen engen Gassen, die alten Laternen und die wunderschönen Straßennamen an jeder Ecke lassen mein Fotografen Herz höher schlagen. 
Hier ihn Vejer finden wir auch unser erstes Food-Highlight, ein kleiner toller Eingerichteter Laden Namens „Valvatida“, die Karte verspricht kleine feine außergewöhnliche Speisen und überzeugt uns am Ende mehr als wir es überhaupt erwartet hätten.
Das die Liebe durch den Magen geht,kann man hier wirklich ganz genau nehmen. Denn wenn man bei dem Kerl der da in der Küche steht die Liebe im Essen nicht rausschmeckt, dann bin ich raus !
Essen hat so viel Einfluss auf unser wohl oder unwohl sein und wird bei uns leider viel zu oft als lästiges Übel angesehen. 
Ganz besonders fällt mir auf, dass in vielen anderen Kulturen das gemeinsame essen einen ganz anderen Stellenwert hat als bei uns. 
Das fängt schon im Krankenhaus nach der Geburt an, schon da wird die frisch gebackene Familie mit Essen Versorgt um schnell wieder zu Kräften zu kommen. Nicht umsonst heißt das „Wochenbett“, „Wochenbett“! 
Eine lange Tafel, schöne große Bunte Teller voll mit frischen leckereien, Menschen von jung bis alt alle versammelt an einem Tisch. Es wird zu laut geredet, man versteht sein eigenes Wort kaum und das Lachen übertönt alles, genauso stelle ich mir ein perfektes Essen vor!  

Stellt euch vor, es hat nicht viel gebraucht um mich von meinen Vorurteilen zu erlösen. Ein Blick durch den traumhaften wilden Garten, ein Blick auf diesen knall gelben Zitronenbaum und ich war vollkommen entspannt. Völlig umsonst diese Gedanken vorher, doch es ist okay solche Gedanken zu haben, daran lernen wir uns zu befreien und zu reinigen. Es gibt ihn eben nicht den „Aus“ Schalter und das ist auch völlig okay. Wir sollten uns nur nicht Einfangen lassen, uns nicht steuern und beeinflussen lassen von diesen Gedanken die zu jedem von uns dazugehören. Und trotzdem sollten wir ihnen gehör verschaffen, denn auch sie haben einen berechtigten Grund da zu sein und bedacht zu werden. 

Wir sind freier wenn wir sie zulassen, wenn wir alles zulassen was uns begegnet, seid offen für alles was da kommen mag. Nur so haben wir die Möglichkeit, uns unser eigenes Bild zu machen, unsere ganz eigene Entscheidung zu treffen, es muss nicht immer schwarz oder weis sein! Und trotzdem liebe ich es <3